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Behandlung von Hirnverletzungen

Die Hirnverletzung kann durch traumatische und nicht traumatische Faktoren verursacht werden. Erkrankungen wie Schlaganfall, Krebs und Vergiftungen, die zu nicht traumatischen Hirnverletzungen führen können, erfordern in der Akutphase krankheitsspezifische Ansätze. In Bezug auf die chronische Phase hängen die Behandlungsprinzipien vom Ergebnis der Hirnverletzung, dem betroffenen Hirnbereich und der Schwere der Verletzung ab. Die Behandlung von Hirnverletzungen wird in zwei Gruppen als Behandlungen der akuten und chronischen Phasen betrachtet.

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Behandlung in der Akutphase


Jeder Patient mit Schädel- oder Gehirnverletzung sollte an die Notfallmedizin überwiesen werden. Selbst leichte Kopfverletzungen können schwerwiegende Folgen haben. Die Hirnverletzung und deren Schweregrad können durch körperliche Untersuchung, Computertomographie und Magnetresonanztomographie diagnostiziert werden.

Bei Hirnverletzungen treten im Allgemeinen zum Zeitpunkt des ersten Aufpralls oder der Erkrankung Primärschäden auf, und Stunden oder Tage später treten Sekundärschäden auf, die auf den Anstieg des intrakranialen Drucks und des Hirnödems zurückzuführen sind. Die Notfallmedizin ermöglicht die Vermeidung oder Verringerung von Folgeschäden.

Während der Notfallversorgung werden zunächst die Vitalfunktionen unter Kontrolle gebracht. Danach muss man manche Patienten auf die Intensivstation bringen. Das Aufrechthalten des Kopfes, Sauerstoffunterstützung, Pharmakotherapie gegen Anfälle, hyperosmolare Behandlung zur Verringerung des Hirnödems, Reduktion des zerebralen Sauerstoffverbrauchs mithilfe von Anästhetika sind Methoden, die bei traumatischen Hirnverletzungen eingesetzt werden können. Außerdem kann die Kühlung des gesamten Körpers oder des Gehirns zur Verringerung des Hirnschadens helfen. Die körperliche Untersuchung, Tomographie und Überwachung des intrakraniellen Drucks sind bei der Entscheidung für die Operation hilfreich. Wenn sich ein Hämatom (Blutanansammlung) entwickelt hat, wird der Schädel mit einer Technik namens Kraniotomie geöffnet, das Blut entfernt und die Blutung unter Kontrolle gebracht. Bei Patienten mit Hirnödem wird das Gehirn entlastet und ein Raum für die Schwellung wird mit einer als Dekompressionskraniektomie bezeichneten Operationstechnik geschaffen.

Die Folgen einer Gehirnverletzung

 

Die Schwäche in Armen und Beinen sowie Lähmungen im Zusammenhang mit einer Hirnverletzung sind auf den ersten Blick leicht zu erkennen. Hirnverletzungen können jedoch auch die kognitiven, emotionalen und Verhaltensfunktionen beeinträchtigen. Manchmal werden diese Dysfunktionen von den Patienten oder Angehörigen nicht erkannt. Der rehabilitative Ansatz soll alle diese Probleme umfassen.

Die Ergebnisse jeder Hirnverletzung sind einzigartig, hängen jedoch mit der Schwere des betroffenen Hirnbereichs und den Schäden sowie dem ersten Ereignis zusammen, das Hirnschäden verursacht. Eine Vielzahl von Problemen kann sich entwickeln. Die Rehabilitation sollte alle diese Probleme einschließen.

GRUNDPRINZIPIEN DER REHABILITATION BEI HIRNVERLETZUNGEN

Der Patient, der zur Behandlung der Hirnverletzung in das Rehabilitationszentrum eingeliefert wird, soll erst vom Physiater gründlich untersucht werden. Aber danach soll das relevante Gesundheitspersonal als Team für einen umfassenden therapeutischen Ansatz arbeiten. Natürlich stehen der Patient und seine Verwandte im Mittelpunkt dieses Teams. Nachdem die lebenswichtigen Risiken beseitigt sind, soll die Rehabilitation in der frühen Phase eingeleitet werden. Die Grundprinzipien der Rehabilitation:

 

  • Die Schluckfunktion wird evaluiert und wenn nötig therapeutische Vorsichtsmaßnahmen werden berücksichtigt.
  • Die Diät wird von einem Ernährungsberater organisiert.
  • Die Medikation und Rehabilitation werden von den Krankenschwestern überwacht.
  • Wenn der Patient an Sprech- und kognitiven Störungen leidet, soll eine Sprachtherapie zur Wiederherstellung der Kommunikationsfähigkeiten in Betracht gezogen werden.
  • Die Beschäftigungstherapie ist für die Wiedererlangung der Selbstversorgungsfähigkeit und der täglichen Aktivitäten unerlässlich.
  • Um die Bewegungsfreiheit (vom Bett bis zum Stuhl, Gang, Gleichgewicht) zu gewährleisten, führen Physiater bestimmte Bewegungsprogramme durch. High-Tech-Methoden wie Roboter-Rehabilitation und computergestützte Gleichgewichtsvorrichtungen können eingesetzt werden.
  • Nach der Beurteilung des/der Arztes/Ärztin stellen Orthopädietechniker eine patientenspezifische Orthese her und überwachen die Umsetzung.
  • Elektrostimulation und Wärmeanwendung werden von den Physiotherapie-Technikern zur Behandlung von Schmerzen, Gelenksteifigkeit und zur Verstärkung der Muskeln eingesetzt.
  • Die psychiatrische Beurteilung wird von den Fachärzten durchgeführt und gegebenenfalls die geeignete Behandlung organisiert.
  • Der Sozialarbeiter wird sich um einen ordnungsgemäßen Arbeitsplatz für den Patienten kümmern und soziale Unterstützung leisten.

Referenzen

  1. Galgano M, Toshkezi G, Qiu X, Russell T, Chin L, Zhao L-R. Traumatic Brain Injury: Current Treatment Strategies and Future Endeavors. Cell Transplantation. 2017;26(7):1118-1130. doi:10.1177/0963689717714102.
  2. Xiong Y, Zhang Y, Mahmood A, Chopp M. Investigational agents for treatment of traumatic brain injury. Expert opinion on investigational drugs. 2015;24(6):743-760. doi:10.1517/13543784.2015.1021919.