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Myofasziales Schmerzsyndrom

Die häufigsten Ursachen für Nacken- und Rückenschmerzen sind Fibromyalgie und myofasziales Schmerzsyndrom (MSS), die der Gruppe der Weichteilrheumatismen zugeordnet werden. Bei MSS gibt es Triggerpunkte, die eine oder wenige regionale Muskeln betreffen. Durch das Abtasten dieser Punkte werden Schmerzen verursacht. MSS ist ein chronisches Schmerzsyndrom.

Neben Schmerzen, Muskelkrämpfen, Empfindlichkeit und Muskelschwäche wirken sich Bewegungseinschränkungen negativ auf den Funktionszustand und das tägliche Leben der Patienten aus.

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Was verursacht MSS?

Die Ätiologie von MSS ist noch nicht geklärt. Die posturalen Fehler des modernen Menschen, die Zunahme von Menschen, die an einem Schreibtisch arbeiten, Mobiltelefon und Laptop verwenden, können die Risikofaktoren sein, die die Häufigkeit des MSS erhöhen.

Bei MSS können Schmerzen plötzlich wegen der Muskeln, die übermäßig beansprucht und gedehnt werden, Trauma, Kälte, stressige Arbeitsbedingungen, Stress und abnorme Körperhaltung auftreten. Daneben können sich die Schmerzen je nach chronischer Muskelermüdung und wiederkehrenden Mikrotraumen allmählich entwickeln. Es ist häufiger bei Frauen. Vitamin- und Mineralstoffmangel, Infektionen, endokrine Erkrankungen wie Kropf, Depressionen und Angstzustände können den Weg für MSS ebnen.

 

Was sind die klinischen Beschwerden?


Bei MSS-Patienten erzeugt die Kompression kleiner Nervenenden innerhalb der verkrampften Muskelfasern zusammen mit der Kompression der Kapillaren einen Schmerzgenerator. Der Schmerz ist hartnäckig und verursacht im Allgemeinen ein brennendes Gefühl. Steifheit der Muskeln, Einschränkung der Beweglichkeit in der Gelenke und Müdigkeit können den Schmerz begleiten. Der Beginn kann plötzlich oder langsam sein. Kaltes Wetter, Stress, Virusinfektionen und Schlaflosigkeit können die Schmerzen verstärken.

Die Patienten können über Kopfschmerzen, Lenden- und Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen und durch Hernien verursachte Schmerzen wie Ischias klagen. Bei Patienten, die Auslösepunkte im Nacken haben, kann es zu Schmerzen kommen, die sich vom Hals bis zum Schläfenbereich ausbreiten, was häufig mit Migräne verwechselt wird. Morgensteifigkeit und eingeschränkte Bewegung können beobachtet werden. Der Patient klagt während der täglichen Aktivitäten über Müdigkeit und Schwäche.

 

Wie wird MSS diagnostiziert?


Eine gute Anamnese und körperliche Untersuchung reichen normalerweise für die Diagnose aus. Durch Abtasten des schmerzenden Bereichs können die Triggerpunkte erkannt werden. Die Empfindlichkeit ist sehr charakteristisch. Die Kompression der Triggerpunkte mit den Fingern bewirkt, dass der Schmerz auf andere Regionen projiziert wird und Faszikulationen im Muskel beobachtet werden können.

Behandlungsmöglichkeiten

 
Ziel der Behandlung ist es, die Triggerpunkte zu beseitigen, die Schmerzen und Steifheit verursachen, und damit den Schmerz-Krampf-Zyklus zu unterbrechen. Das MSS-Behandlungsprogramm soll man anhand der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung und der Beschwerden des Patienten festgelegen.

Physiotherapie:

 

Die First-Line-Behandlung ist Physiotherapie. Lokale physiotherapeutische Methoden wie medizinische Massage, Wärme, Elektrotherapie, Laser, ESWT sind wirksam bei der Beseitigung der Triggerpunkte. Basis der Behandlung sind die Übungsprogramme zur Korrektur der Haltungsfehler und zur Entspannung des verkrampften Muskels.

 

Lokale Injektionen:

 

Injektionsmethoden wie Trockennadeln, Triggerpunkt-Injektionen mit Lokalanästhetika, Prolotherapie, Neuraltherapie und PRP können bei geeigneten Patienten zur Erholung beitragen.

 

Pharmakotherapie:

Muskelentspannungsmittel und Schmerzmittel können zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Muskelkrämpfen verwendet werden. Außerdem können Antidepressiva und Arzneimittel gegen neuropathischem Schmerz nützlich sein.

 

Training:

Psychotherapie- und Trainingsprogramme einschließlich Verhaltensmethoden können zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.